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Funktionsweise von Datenloggern

Grundfunktion

Ein Datenlogger ist im Grundprinzip eine prozessorgesteuerte Speichereinheit, die Daten in einem bestimmten Rhythmus über eine Schnittstelle aufnimmt und auf einem Speichermedium ablegt.

 

Die Datenart ist zunächst nicht genauer spezifiziert. In der Regel handelt es sich aber um Prozess- oder Sensordaten. Der Speicherrhythmus hängt von der konkreten Verwendung ab. Der Speichervorgang kann in genauen zeitlichen Abständen erfolgen oder jeweils im Moment der Datenerzeugung. In jedem Fall erfolgt der Speichervorgang immer automatisch.

 

Die Datenaufnahme erfolgt explizit oder implizit über eine herstellerabhängige Schnittstelle. Eine interne Schnittstelle - und damit implizit - liegt dann vor, wenn der Datenlogger mit einem Sensor z.B. einem Temperaturfühler eine Einheit bildet. Dann werden die Daten von dem Sensor direkt über eine interne Schnittstelle an den Datenlogger weitergegeben und abgelegt. Jeder Datenlogger verfügt über mindestens eine externe Schnittstelle zur Aufnahme und Abgabe von Daten aus oder an die Umgebung. Im industriellen und maschinellen Umfeld sind RS232, CAN und USB die gebräuchlichsten Schnittsellen.

 

Als Speichermedium kommen sowohl fest integrierte Speicher wie auch wechselbare Speichermedien, wie USB-Speicher oder SD-Karte in Frage. Der Prozessor des Datenloggers verfügt über den entsprechenden Treiber zum Betrieb des Speichermediums und steuert den Prozess.

 

Zusatzfunktionen

Datenlogger können mit Zusatzfunktionen ausgestatten sein und damit selber Daten erheben. Dies ist insbesondere in der Sensorik anzutreffen. Sogenannte Temperaturlogger sind beispielsweise darauf fokussiert, Daten über eine Termostatsensorik in regelmäßigen Abständen zu ermitteln und direkt abzuspeichern. Gleiches ist beispielsweise mit Luftdruck, Beschleunigung oder Positionsdaten über einen GPS-Empfänger möglich. Gute Datenlogger verfügen neben der eingebauten Sensorik zusätzlich über offene Schnittstellen, um Daten externer Geräte mit aufzunehmen.

 

Aktive versus Passive Datenlogger

Datenlogger lassen sich in aktive und passive Logger unterteilen. Während passive einseitig die Daten aufnehmen, können aktiv eigenständig Daten abfragen. Hierzu ist ein individuell konfigurierbares Programm notwendig, das die Abfrage in einer für das externe Gerät verständlichen Codierung stellt. Die Kommunikation erfogt ebenfalls wieder über eine vorgesehene externe Schnittstelle.

 

Flexiblere Loggersysteme erlauben die freie Programmierung des Datenloggers in einer festgelegten, einfachen Programmiersprache. Damit kann nicht nur die Datenaufnahme frei gesteuert, sondern auch die Formatierung bei der Speicherung individuell bestimmt werden.

 

Sniffing

Als Sniffing bezeichnet man das Abhören eines Datenverkehrs, der nicht an den Datenlogger adressiert ist. Der Datenlogger setzt sich auf einen laufenden Prozess auf und schreibt ausgewählte Informationen mit ohne den primären Kommunikationsfluss zu unterbrechen bzw. zu beeinträchtigen und ohne als Empfänger angesprochen zu sein. Diese Eigenschaft, über die die Avisaro Datenlogger verfügen, ist notwendig bei der reinen Überwachung von Prozessen und wird damit in der Industrie sehr häufig eingesetzt.

 

Anwendungen

Das Anwendungsfeld für den Datenlogger ist weit. Alle Arten von technischen Daten werden hierüber mit funktionalem oder wirtschaftlichen Hintergrund gespeichert.

 

In der Sensorik müssen Messergebnisse regelmäßig ausgegeben werden. Um sie anschliessend weiterverarbeiten zu können, ist eine digitale Verfügbarkeit notwendig. Die Daten können beispielsweise wissenschaftliche Hintergründe haben, zum Zweck der Überwachung ermittelt oder als Abrechnungsgröße (hier vor allem das Gewicht oder die Betriebsstunden) herangezogen werden.

 

Im Zuge steigender Anforderungen an das Qualitätsmanagement und zunehmender Dokumentationspflichten wächst der Bedarf der Überwachung und Mitschrift der Prozesse und deren Begleitumstände. In dem Zusammenhang kommt dem Datenloggen eine neue Bedeutung zu.