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Inhalt

1. Funktionsweise

2. Inbetriebnahme

3. Technische Details

4. Schnittstellen

5. Scripte

6. Scripte schreiben

7. Konfiguration/

    Kommando-Schnittstelle

Produktbild

 

Benutzerhandbuch

Avisaro WLAN Modul mit RS232, CAN, I2C oder SPI Schnittstelle und I/O Ports

für das Produkt W20511

 

Dieses Handbuch ist eine Beschreibung der Funktionsweise des Avisaro WLAN Moduls. Bitte beachten Sie, dass das WLAN Modul mit oder ohne Connector Board zum Einbau in ein Fremdgerät vorgesehen ist. Der Anschluss und Einbau setzen entsprechende elektro-technische Grundkenntnisse voraus. 

 

Datum Änderungen
10.07.2010 Vollständige Überarbeitung

 

Weiterführende Erklärungen über die allgemeine Handhabung hinaus sowie Erläuterung zur eigenen Script-Programmierung finden Sie in unserer Online-Dokumentation auf der Avisaro Internet-Seite.

1. Funktionsweise / Produktbeschreibung

Das Avisaro WLAN Modul ist eine prozessorgesteuerte Einheit zum Verbauen in ein Gerät oder Steuerungseinheit. Es nimmt die Daten und den Strom über 2x12 PIN-Reihen auf und versendet sie per WLAN bzw. umgekehrt. Die Anwendung wird über sogenannte Scripte gesteuert, die einmal geladen automatisch mit Betrieb des WLAN Moduls ausgeführt werden. Die Scripte regeln z.B.:

  • das Verhalten bei Verbindungsaufnahme 
  • wie und welche Daten weitergeleitet werden
  • das Absenden von Kommandos oder Informationen
  • echte kleine Anwendungen sind möglich, wie z.B. ein Sensor wird aktiv ausgelesen oder beim Überschreiten von Schwellwerten wird eine Aktion ausgeführt

 

Scripte sind einfache in Basic geschriebene Programme, die entweder fertig für Standardanwendungen von der Avisaro Homepage geladen oder vom Anwender selber verändert bzw. neu geschrieben werden können. Eine Erläuterung finden Sie weiter unten in diesem Handbuch bzw. ausführlich in der Online-Dokumentation.

 

Das Avisaro WLAN Modul verfügt über eine Reihe von Schnittstellen, die sie alternativ nutzen können. Zur Auswahl stehen CAN, RS232, RS485, SPI oder I2C. In der Auslieferung ist die RS232 eingestellt. Bei Bedarf muss eine andere Schnittstelle ausgewählt werden. Die Signale werden als Tx/Rx bzw. im TTL Pegel aus dem Modul herausgeführt. Daher setzt das Modul entsprechend z.B. einen Transceiver voraus.

 

Das WLAN Modul verfügt über eine web-basierte Administratoroberfläche, über die das Modul konfiguriert werden kann. Alternativ dazu können Steuerungs- und Konfigurationsbefehle über die verdrahtete Schnittstelle eingegeben werden, solange das Modul kein Script ausführt.

 

Im Gegensatz zum PC benötigen Avisaro Devices fast keine Bootzeit. Im Automatikbetrieb wird das Script mit Stromzufuhr eigenständig gestartet und führt alle Abläufe voll automatisch aus.

 

Zur Vereinfachung des Anschlusses können Avisaro Connector Boards als Zubehör erworben werden. Sie sind passend zum Modul, das auf das Board aufgesteckt wird und verfügen über die notwendige Schnittstellenumgebung und leiten die Kontakte über WAGO- bzw. Ethernet-Anschlüsse heraus.

 

2. Inbetriebnahme

Einbau

Zur Inbetriebnahme muss das Modul in das OEM-Gerät verbaut werden. Der Anschluss erfolgt über die 2 PIN-Reihen. Das Modul muss damit auf eine vom Verwender vorgesehene Trägerplatine aufgesteckt werden, die über die entsprechende Schnittstellenumgebung und konstante Stromversorgung verfügt.

 

Das PIN Layout finden Sie weiter hinten in diesem Handbuch. Bitte achten Sie unbedingt auf die richtige Anschlussbelegung und die richtige Stromversorgung. Das Modul selber verfügt über keinen Spannungsregler. Bei falscher Spannung oder falschen Anschlüssen nimmt das Modul Schaden!

 

Alternativ kann das Modul auf ein Avisaro Connector Board aufgesteckt werden und dann mittels WAGO-Klemmen angeschlossen werden. Das Connector Board verfügt über einen Spannungsregler, eine Baterie für die Echtzeituhr und die jeweilige Schnittstellenumgebung. Auch hier ist die richtige Anschlussbelegung unbedingt zu beachten, um eine Beschädigung zu vermeiden! Die Beschreibung des Connector Boards finden Sie auf der entsprechenden Web-Seite und in der dazugehörigen Dokumentation.

 

Zu beachten ist u.a. unbedingt folgendes:

  • Versorgungsspannung muss im erlaubten Bereich liegen
  • Die richtige Anschlussbelegung muss sichergestellt sein
  • Das Modul darf nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt werden
  • Das Modul verträgt Temperaturen zwischen -30 und + 85 C.

 

Konfiguration des Moduls

Vor dem Einsatz des Moduls müssen folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • Auswahl und Parameter der Datenschnittstelle: Das Modul ist bei Auslieferung auf die RS232-Schnittstelle voreingestellt. Zur Verwendung einer der anderen Schnittstellen können Sie diese umstellen. Ausserdem müssen evtl. abweichende die Parameter wie Baudrate eingestellt werden.
  • Einstellung der WLAN Parameter: In Abhängigkeit der Verwendung müssen z.B. die Ziel-IP-Adresse, die WLAN-Verschlüsselung oder SSID angepasst werden.
  • Anwendungsskript: Bei dem Modul ist kein Anwendungsscript vorinstalliert. Auf der Avisaro Web-Seite stehen fertige Scripte zum Download bereit. Falls individuelle Funktionen gewünscht sind, können bestehende Scripte verändert oder eigene Scripte geschrieben werden. Installieren Sie dieses, wie weiter unten beschrieben.

 

 

Die Konfiguration erfolgt entweder über WLAN-Administratorenoberfläche oder über die Datenschnittstelle. Sie muss nur einmal erfolgen. Das Modul behält die Einstellung dauerhaft bis zu einer aktiven Änderung oder eines gezielten Zurücksetzens bei.

  • WLAN-Administratorenoberfläche: Mittels eines WLAN-fähigen PC's und eines Browsers können Sie auf das Modul zugreifen. Wenn das Modul angeschlossen ist und mit Strom versorgt wird, können Sie den PC mit dem Netzwerk verbinden.
    Sie finden das WLAN-Netz unverschlüsselt unter der SSID "avisaro" (Standardeinstellung). Stellen Sie sicher, dass Ihr PC auf automatische IP-Zuweisung (DHCP) eingestellt ist und verbinden Sie den PC mit dem Netzwerk.
    Öffenen Sie den Browser und geben Sie http://192.168.0.74 ein.
    Es öffnet sich ein Login-Feld. Im Auslieferungszustand sind die Login-Daten: Benutzer: admin  Passwort: 1234   Wenn Sie diese später verstellen, notieren Sie sich die Login-Daten sorgfältig. Es gibt keinen Seitenzugang, um 'verlorenen' Kennungen zu umgehen (Sie können dies nur durch eine vollständige Rücksetzung des Moduls beheben).
    Sie haben die WEB-Administratorenseite erreicht und können alle Einstellungen vornehmen. Eine Beschreibung der WEB-Seite finden Sie durch den Link hier.
  • Kommandoschnittstelle: Um die Befehle über die Komandoschnittstelle eingeben zu können, darf noch kein Script gestartet worden sein bzw. müssen in der Regel laufende Scripte gestoppt werden. Sie können dann die Konfigurationsparameter über den verdrahteten Anschluss durch die Konfigurationsbefehle ändern bzw. abfragen. Schliessen Sie dazu ein kommunikationsfähiges Endgerät an und übersenden Sie entsprechende Befehle. Eine Beschreibung und eine kurze Liste der wichtigsten Befehle finden Sie weiter unten in diesem Dokument. Dort sind auch Links zu allen Befehlen und weitere Hinweise ausgeführt.

WLAN

Die Parameter für die WLAN-Schnittstelle sind die Folgenden.

 

Typ: 802.11 b/g

Sicherheit: WEP + WPA

Reichweite: ca. 300m (Outdoor)

 

SSID: avisaro

Channel: 11

Mode: adhoc

Encryption: none

 

Zur Konfiguration: Öffnen Sie eine Browser und geben Sie die IP 192.168.0.74 ein. Dann loggen Sie sich mit Benutzernamen und Passwort ein. Wenn Sie es noch nicht geändert haben, sind es der Benutzername: 'admin' und das Initialpasswort: '1234'. Zu Ihrem Schutz sollten Sie es aber umgehend ändern und sich gut merken. Achtung: Es gibt keine Hintertür bei verlorenen Passwörtern. Dann müssen Sie sich direkt an Avisaro wenden.

Netzwerk-Geschwindigkeit (Windows Betriebssysteme)

Soll die Avisaro WLAN/LAN Box mit ein Windows PC kommunizieren, so sind Einstellungen zur Übertragungsgeschwindigkeit notwendig. Insbesondere die 'Verzögerungszeit' beim TCP Datenverkehr ist von Bedeutung. 

Diese Einstellungen lassen sich automatisch mit einem Konfigurator machen. Der Konfigurator steht Mehr hier zum download bereit. Ein Programm zur Performance Messung steht dort ebenfalls bereit.

Echtzeituhr

Das Modul verfügt über eine Echtzeituhr mit seperatem Stromanschluss. Datum und Uhrzeit werden so für Dateinamen, Zeitstempel etc. richtig verwendet. Die Echtzeituhr kann über den seperaten Stromanschluss mit Dauerstrom versorgt werden. Es wird empfohlen, die Stromzufuhr über einen Akku zu puffern. Bei Verwendung eines Schnittstellensockels aus dem Zubehör ist der Akku integriert.

 

Die Ganggenauigkeit beträgt ein paar Minuten pro Jahr. Sommer / Winterzeit Umstellung wird nicht unterstützt.

3. Technische Details

Elektrische Eigenschaften

Das Modul benötigt eine geregelte Versorgungsspannung von 3.3 V (+/- 0.1V).

Fällt die Spannung unter 2.7 V ist eine sichere Funktion nicht gewährleistet. Das Modul macht bei Unterspannung automatisch einen Neustart ("Bown-Out").

Als Signaleingänge sind 5V tolerant. Dadurch ist der Mischbetrieb in einem 5V System einfach, da die Signalpegel nicht angepasst werden müssen.

Die Stromaufnahme beträgt ca. 1 W.

Mechanische Daten:

Maße: 37 x 32 mm, Höhe: 12 mm

Gewicht: 14g

max. Temperatur: -30°C bis 85°C, sofern der Hersteller der verwendeten SD-Karte keine einschränkende Vorgabe macht.

 

Die Detailmaße finden Sie hier

WLAN Netzwerke

Es werden WLAN Netzwerke mit zentralem Access Punkt ("Infrastruktur") und mit direkter Kommunikation ("Adhoc") unterstützt. Diese grundsätzlichen Netzwerk Topologien werden durch besondere Funktionen erweitert:

1.) Infrastruktur Netzwerk mit Access Punkt:

Großflächige WLAN Netzwerke werden mit mehreren Access Punkten aufgespannt. Avisaro WLAN Geräte können sich - wie üblich - mit dem "nächstbesten" Zugangspunkt verbinden. Es kann aber auch ganz gezielt festgelegt werden, mit welchem AP sich das Avisaro Device verbinden soll (Mehr Details).

2.) Adhoc Netzwerk:

Bei einem Adhoc Netzwerk bestimmt das Modul, dass am ersten eingeschaltet wird, bestimmte Netzwerkparameter. Bei größeren Distanzen, sich bewegenden, oder vielen Teilnehmern kann das jedoch dazu führen, dass ein Adhoc Netzwerk in zwei getrennte Netzwerk zerfällt. Avisaro WLAN Devices verfügen über einen besonderen Modus, der dies verhindert (Mehr Details).

4. PIN Layout

Es stehen bei allen Modulen folgende weitere Schnittstellen zur Verfügung, die über die Konfiguration aktiviert werden können:

 

- RS232 (2x)

- CAN (2x)

- I2C (1x Slave/Master)

- SPI (1x Slave)

 

Die Module werden standardmäßig mit der RS232 als aktive Schnittstelle ausgeliefert. Soll eine der anderen Schnittstellen verwendet werden, läßt sich diese über die Konfiguration umstellen und die Schnittstellen-Parameter definieren. Die verschiedenen Schnittstellen stehen im Regelfall alternativ zur Verfügung.

Es gibt eine primäre Datenschnittstelle - über die kann das Modul Daten austauschen und Befehle empfangen. Über die sekundäre Datenschnittstelle könen nur Daten über ein Script ausgetauscht werden. Es können mehrer Datenschnittstellen parallel aktiv sein - solange sich die Pinbelegung nicht überschneidet. So ist es z.B. möglich zwei serielle und eine CAN Schnittstelle parallel zu betreiben.

Alle Schnittstellen haben 3,3 V TTL Pegel. Für den Betrieb an einem Bus oder an einer Schnittstelle ist häufig ein Treiberbaustein möglich - so z.B. ein "MAX232" für die RS232 und ein "CAN Transceiver" für die CAN Schnittstelle.

Im folgenden sind die Belegungen je nach aktivierter Schnittstelle gezeigt. Eine ausführlicher Beschreibung finden Sie Mehr hier.

Orientierung

Das Avisaro 2.0 Modul hat 24 pins. Pin Nr. 1 ist in der oberen linken Ecke, alle anderen Pin Nr. zählen im Gegenuhrzeigersinn hoch. Die Position des Pin Nr. 1 ist im Diagramm gezeigt. 

  1. Basis Modul Pin Nr. 1 ist markiert durch ein Dreieck.
  2. Das WLAN Modul halten Sie so, dass die Antenne nach oben zeigt.

RS232 (1x)

The RS232 interface is viewed as master or PC side. Thus, signals such as 'Ring' are inputs. There is no 'level shifter' onboard - all signals are TTL (3.3V) levels. Signals in brackets (such as GPIO(LED1)) show how pins are used in Avisaro Box or Avisaro Cube products.

No I/O

Name

 

Name

I/O No
1 P

VBAT

20070920_Layout_Blockschaltbild_320

VCC (3.3V)

P 24
2 O

GPIO (Red LED)

n.c.

- 23
3 O

GPIO (Green LED)

n.c.

- 22
4 I

GPIO (KEY)

n.c.

- 21
5 I

DCD

n.c.

- 20
6 I

DSR

n.c.

- 19
7 O

DTR

n.c.

- 18
8 I

RING

n.c.

- 17
9 O

TXD

GPIO (open)

- 16
10 I

RXD

GPIO (open)

- 15
11 I

CTS

Reset

I 14
12 O

RTS

GND

P 13

'I/O': pin is input, output or power, 'n.c.': do not connect, leave open

CAN (1x)

The CAN interface is operated as Rx and Tx. To connect the module to a CAN Bus, a transceiver circuitry is required to translate Rx/Tx into a CAN-H / CAN-L signal.

No I/O

Name

 

Name

I/O No
1 P

VBAT

20070920_Layout_Blockschaltbild_320

VCC (3.3V)

P 24
2 O

LED1

n.c.

- 23
3 O

LED2

n.c.

- 22
4 I

KEY

n.c.

- 21
5 -

n.c.

n.c.

- 20
6 -

n.c.

n.c.

- 19
7 -

n.c.

n.c.

- 18
8 -

n.c.

n.c.

- 17
9 -

n.c.

n.c.

- 16
10 -

n.c.

n.c.

- 15
11 I

CAN Rx

Reset

I 14
12 O

CAN Tx

GND

P 13

'I/O': pin is input, output or power, 'n.c.': do not connect, leave open

SPI (slave)

The SPI interface is implemented as a slave.

No I/O

Name

 

Name

I/O No
1 P

VBAT

20070920_Layout_Blockschaltbild_320

VCC (3.3V)

P 24
2 O

LED1

n.c.

- 23
3 O

LED2

n.c.

- 22
4 I

KEY

n.c.

- 21
5 -

n.c.

n.c.

- 20
6 -

n.c.

n.c.

- 19
7 -

n.c.

n.c.

- 18
8 -

n.c.

n.c.

- 17
9 I

CS

n.c.

- 16
10 O

MISO

n.c.

- 15
11 I

MOSI

Reset

I 14
12 I

SCK

GND

P 13

'I/O': pin is input, output or power, 'n.c.': do not connect, leave open

The SPI bus is using 8 bit words.
Max SCK clock is 10 mHz.
The bus select (CS) is active low. It is recommended to deactivate the CS between data block in case clock glitches occured.

I2C (master or slave)

The I2C interface is implemented as a master or slave depending on configuration.

No I/O

Name

 

Name

I/O No
1 P

VBAT

20070920_Layout_Blockschaltbild_320

VCC (3.3V)

P 24
2 O

LED1

n.c.

- 23
3 O

LED2

n.c.

- 22
4 I

KEY

n.c.

- 21
5 -

n.c.

n.c.

- 20
6 -

n.c.

n.c.

- 19
7 -

n.c.

n.c.

- 18
8 -

n.c.

n.c.

- 17
9 -

n.c.

SDA-0

I/O 16
10 -

n.c.

SCL-0

I/O  15
11 -

n.c.

Reset

I 14
12 -

-

GND

P 13

'I/O': pin is input, output or power, 'n.c.': do not connect, leave open

I/O, PWM, Analog Ports

If a pin is not used for data transmittion, this pin can be used as a input, output, pulse width modulation (PWM) or analog pin as described here:

No I/O

Name

 

Name

I/O No
1 P

VBAT

20070920_Layout_Blockschaltbild_320

VCC (3.3V)

P 24
2 I/O

GPIO

n.c.

- 23
3 I/O

GPIO

n.c.

- 22
4 I/O

GPIO

n.c.

- 21
5 I/O

GPIO, PWM

n.c.

- 20
6 I/O

GPIO, PWM

n.c.

- 19
7 I/O

GPIO, PWM

n.c.

- 18
8 I/O

GPIO, ADC

n.c.

- 17
9 I/O

GPIO, PWM, ADC

I/O (open drain)

I/O 16
10 I/O

GPIO, PWM

I/O (open drain)

15
11 I/O 

GPIO, PWM

Reset

I 14
12 I/O

GPIO 

GND

P 13

'I/O': pin is input or output or pwm or analog input (ADC), 'p' power, 'n.c.': do not connect, leave open

5. Schnittstellen-Konfiguration

Die Schnittstelle dieses Device kann vorzugsweise über die Administratoren-Website konfiguriert werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit Konfigurationsparameter über die Schnittstelle zu senden, solange kein Script aktiv ist.

Umstellung der Schnittstelle über WEB-Administratorseite

Am einfachsten stellen Sie die Schnittstelle mittels der Administratorseite um. Folgen Sie diesen Schritten:

 

1. Öffnen Sie den Browser, wählen Sie die IP Ihres Avisaro Devices an und loggen Sie sich ein.

2. Gehen Sie auf 'Generals' links unten in der Menüführung.

3. Wählen Sie die Schnittstelle aus und drücken Sie auf 'Submit'

4. Gehen Sie unter Data Interface in dem Menü auf Ihre Schnittstelle und passen Sie bei Bedarf die Parameter an. Schließen Sie mit 'submit' wieder ab.

5. Rebooten Sie das Device entweder durch Stromunterbrechung oder unter Generals der Button 'Reboot'

 

Umstellung der Schnittstelle über die Schnittstelle selber

Diese Methode setzt einen sendefähige Verbindung über die bisher eingestellte Schnittstelle und noch kein aktives Script voraus. Dieses Vorgehen ist nur in Ausnahmefällen, z.B. dem automatisierten Einstellen der Module ratsam.

Sie können dann dem Device in einer Folge von Befehlen Anweisungen zur Umstellung der Schnittstelle und zu den Parametern geben.

 

Beispiel:

PROT CAN

CAN 500000 49 0 49 0

 

Die Umstellung wird erst nach einem Reboot aktiv.

Sie können im gleichen Vorgang auch das Script laden. Beschreibung siehe unter Scripting.

 

Die Befehle zur Konfiguration der anderen Schnittstellen lauten:

Folgende Befehle sind hilfreich bei der Konfiguration der Module: (eine vollständige Liste aller Befehle finden Sie hier: Mehr details)

PROT <interface>
Beispiel: PROT CAN

Beschreibung: Stellt die Datenschnittstelle ein (also z.B. CAN, RS232, I2C, ...) (Mehr details)

RS232 <baudrate> <bits> <parity> <stop> <flow control> 
Beispiel: RS232 9600 8 N 1 N

Beschreibung: Zur Einstellung der RS232 Schnittstellenparameter (Mehr details)

CAN <Baudrate> <RX ID> <RX ID ist extended ID> <TX ID> <TX ID is extended>
Beispiel: CAN 125000 1fe 0 2ff 1

Zur Einstellung der CAN Schnittstellenparameter (Mehr details)

SPI <clock polarity> <clock phase>
Beispiel: SPI 0 0

Zur Einstellung der SPI Schnittstellenparameter (Mehr details)

 
I2C <address>
Beispiel: I2C 119

Zur Einstellung der I2C Schnittstellenparameter (Mehr details)

LOAD <file>
LOAD mr1-18.txt

Beschreibung: Läd ein neues Script. Script-Datei muss auf Speicherkarte sein. (Mehr details)

RESTART CLEAR

Setzt das Produkt in den Auslieferungszustand zurück. Alle Einstellungen werden gelöscht, die Ausführung des Scripts wird gestoppt (die LEDs am Gehäuse leuchten auch nicht mehr). (Mehr details)

 

6. Funktionalität ("Scripts")

Die eigentliche Funktion - das Aufzeichnen oder Abfragen von Daten - wird durch Anwendungsscripte definiert.

Die Anwendungsprogramme oder Scripte sind kleine Programme, geschrieben in der Programmiersprache BASIC. Durch diese Scripte wird das Verhalten der Logger festgelegt - also wie die Daten formatiert werden, ob Zeitstempel gesetzt werden, die Abfrage von Daten, bedingte Steuerung etc.

Die Avisaro Logger Box und Logger Cube werden mit einem vorinstallierten Scripts ausgeliefert. In diesem Fall des Avisaro Datenloggers mit CAN-Schnittstelle ist es das Script MC5: Loggen von Daten in eine CSV-Datei in ASCII mit Zeitstempel. Diese kann durch ein anderes bereits durch Avisaro verfügbares Script oder durch eigene programmierte Scripts ersetzt werden.

Es gibt eine Reihe von fertigen Scripten, die auf der Avisaro Homepage veröffentlicht sind und zum Download bereitstehen. Damit können Sie die Funktionsweise Ihres Avisaro Loggers selber verändern. Für dieses Produkt gibt es zur Zeit folgende fertige Scripte: 

 

WR1: RS232 Daten drahtlos

RS232 - WLAN

Dieses Script sendet Daten von einer RS232 Verbindung drahtlos über WLAN an einen PC, eine andere Avisaro Box oder einen beliebigen TCP/IP Client.
Mehr mehr

WC1: drahtlose CAN Brücke als Kabelersatz

CAN Bridge WLAN

Dieses Script Verbindet zwei CAN Busse drahtlos miteinander. CAN Bridge zwischen 2 Device oder Device und PC.
Mehr mehr

WC3: Großflächiger CAN-Bus

RS232 - WLAN

CAN Bus von Station zu Station verlängern. Mehr mehr

Laden von Scripten

Das Modul wird ohne einem vorinstallierten Script ausgeliefert. Zum Laden eines Scriptes stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

- Über die Konfigurations-Webpage (empfohlen)

- Über die Datenschnittstelle bei deaktiviertem Script

 

- Laden von Scripten über die Datenschnittstelle / Kommandoschnittstelle

 

Über die RS232 oder CAN Schnittstelle kann ebenfalls ein Script geladen werden. Ist bereits ein Script aktiv, dann muss dieses zunächst beendet werden, da sonst die Kommando-Schnittstelle nicht aktiv ist (alle Eingaben würden vom Script verarbeitet und nicht als Befehl interpretiert).

 

Das laufende Script beenden Sie mittels einer 'autorun.txt' auf der SD-Karte. Dazu schalten Sie den Strom aus und legen eine SD-Karte mit einer autorun.txt ein, die Sie mit einem einfachen Text-Editor schreiben können.

Der Inhalt der autorun.txt lautet:

run manual

Hinweis: Die Zeile muß mit drücken der 'Enter'-Taste abgeschlossen werden.

 

Anschliessend schalten Sie den Strom ein, damit die Datei geladen wird. Sie können dann die SD-Karte wieder entnehmen.

Jetzt müssen Sie zum Neustart einmal den Strom aus und wieder einschalten. Damit startet der Datenlogger ohne ein Script auszuführen. Nun können Sie über die Schnittstelle Befehle an den Datenlogger senden.

 

 

- Laden von Scripten über die Konfigurations-Webpage per WLAN

 

Scripting
Scripting (click to enlarge)

3.) Laden von Scripten über die Webpage per WLAN/LAN

 

Öffnen Sie eine Browser und geben Sie die IP 192.168.0.74 ein. Dann loggen Sie sich mit Benutzernamen und Passwort ein. Wenn Sie es noch nicht geändert haben, sind es der Benutzername: 'admin' und das Initialpasswort: '1234'. Zu Ihrem Schutz sollten Sie es aber umgehend ändern und sich gut merken. Achtung: Es gibt keine Hintertür bei verlorenen Passwörtern. Dann müssen Sie sich direkt an Avisaro wenden. Über den Menuepunkt 'Setting Script' können Sie das Script ändern:

 

Upload new script:

Wählen Sie die Script-Datei aus und klicken Sie auf 'send file'

Run script on start-up:

No: Script startet nicht automatisch, wenn das Device angeschaltet wird.

Asynchronous: Script startet automatisch, wenn das Device angeschaltet wird.
Exclusive: Script startet ausschliesslich - nur für Experten.

Currently running

Markiert: Script läuft.

Nicht markiert: Script läuft nicht. 

Um das Script manuell zu starten oder stoppen, markieren oder löschen Sie entsprechend das Kontrollkästchen und klicken dann auf das 'submit'-Feld. Hinweis: Betätigen Sie anschliessend den 'Refresh'-Button um sicher zu gehen, dass die Änderung durchgeführt wurde.

3 x 2 Tabelle

Diese Tabelle kann für eigene geschriebene Scripte verwendet werden, um Daten anzuzeigen oder abzufragen. Für Hinweise zur Ansteuerung dieser Tabelle siehen Sie den Abschnitt 'Scripting' auf der Avisaro Webseite.

7. Scripte schreiben (Anwendungsprogrammierung)

Script "MR3" mit Kommentaren

Das Script-Beispiel führt Befehle für eine RS232-Schnittstelle aus. Dei anderen Box-Typen verfahren Sie den Schnittstellen entsprechend.

 

Kommentare werden mit ' oder mit REM markiert:

'
' Datenlogger Rev 1.8 (c) Avisaro AG, 14.1.2009
'

Mit DIM wird eine Array definiert, dass später verwendet wird, um Daten zu halten. Für Dateioperationen ist eine Größe von 512 geeignet.

DIM A(512)

Falls die interne Uhr beim Avisaro Modul nicht batteriegepuffert ist, wird sie im Folgenden auf einen Default-Wert gesetzt. Bei der Avisaro Box und Cube ist dieser Schritt nicht notwendig. Zusätzlich werden ein paar weitere Konfigurations-Einstellungen gemacht - diese könnten genau so gut außerhalb des Scripts mit einer 'autorun.txt' Datei gemacht werden.

'if no battery
if time < 10000 then
   exec "time 2009 01 01 00 00 01"
end if

exec "fsync 1000" exec "sched 0 fix"

 

Das Scriptbeispiel benutzt eine RS232 Schnittstellen. Die erste wird über die "Data Interface" Einstellung festgelegt. Mit dem 'inmode' und 'outmode' Befehl wird festgelegt, dass die Daten vom Data Interface zum Script verarbeitet werden (und somit nicht als Kommandos interpretiert werden).

 

Für die einfache Ausgabe von z.B. Startmeldungen kann 'print' verwendet werden.

print "Avisaro Logger Rev 1.8 (c) 2009 Avisaro AG"

Sprungmarke (Anker) um an den Anfang des Programms zu springen (für die spätere Verwendung des Befehls 'goto')

BEGIN:

Typischerweise ist am IO-Pin 3 eine grüne LED angeschlossen. Diese wird nun eingeschaltet.

   put -203, #1

Wenn die Taste (typischerweise an I/O-Pin 4) gedrückt ist, wird wieder zum Anfang gesprungen. Später im Programm wird eine gedrückte Taste zum Stop der Aufzeichnung verwendet - hiermit wird nun sichergestellt, dass die Taste auch wieder losgelassen wird.

   if (KEYS & 1) = 1 then
      goto BEGIN
   end if

Nun wird überprüft, ob ein Datenträger eingelegt worden ist. So lange die Speicherkapazität ("lof") den Wert 0 hat, ist dies nicht der Fall und es wird nach einer kurzen Pause ("sleep") zum Anfang zurückgesprungen.

   if lof(0) = 0 then
      sleep 100
      goto BEGIN
   end if

Ist ein Datenträger eingelegt, wird versucht die Datei "log-1.txt" in dem Modus "Daten Anhängen" zu öffnen. Falls also die Datei schon vorhanden ist, werden Daten angehängt. Schlägt dies fehl ("LASTERR") ist die Datei nicht auffindbar und wird dann neu erzeugt. Schlägt auch das fehl, ist etwas nicht in Ordnung (z.B. Speicherkarten wurde wieder herausgenommen) und es wird zum Anfang gesprungen.

   open "AB", 1, "log-1.txt"
   if LASTERR <> 0 then
      open "WB", 1, "log-1.txt"
      if LASTERR <> 0 then
         close 1
         goto BEGIN
      end if
   end if


  Bei erfolgreichem Abschluß soll nun die rote LED (meistens I/O-Pin 2) anschalten um zu zeigen, dass nun aufgezeichnet wird. Die aktuelle Zeit in Sekunden wird gespeichert - so kann später die LED im Takt blinken, wenn Daten eintreffen. Mit der 'DO - LOOP' Schleife beginnt nun die Hauptschleife.

   put -202, #1

   let t = time
do

Mit dem Input Befehl werden nun die Daten von der ersten RS232 abgeholt. Es werde so viele Daten wie verfügbar in das Array A gepackt. Mit der Systemvariablen BYTESREAD kann abgefragt werden, wie viele Daten gelesen wurden. Wurden Daten gelesen (">0"), dann wird die rote LED ausgeschaltet und die Daten werden in die Datei mit dem Handle 1 geschrieben.

   INPUT A
   if BYTESREAD > 0 then
      put -202, #0
      put 1, A, BYTESREAD
   end if

 

Im Folgenden wird laufend überprüft, ob die Speicherkarte weiterhin eingelegt ist (mit "lof"). Kommt es zu einem Schreibfehler - z.B. der Datenträger ist voll, dann wird die Datei automatisch geschlossen - somit ändert sich auch der Status des Dateihandles. Ist dies der Fall, werden vorsorglich beide Dateien geschlossen, die LED ausgeschaltet und zum Anfang gesprungen.

   if lof(0) = 0 or status(1) <> 2 then
      close 1
      close 2
      put -202, #0
goto BEGIN end if

Wurde die Taste gedrückt, werden die Dateien geschlossen und die Aufzeichnung beendet. Es wird dann zur späteren Marke "FIN_KEY" gesprungen.

   if (KEYS & 1) = 1 then
      close 1
      close 2
      goto FIN_KEY
   end if

Aus rein optischen Gründen lassen wir die rote LED mit etwas Verzögerung wieder leuchten, wenn sie nach dem Eintreffen von Daten ausgeschaltet wurde.

   if t < time then
      let t = time
      put -202, #1
   end if

loop

Bei "FIN_KEY" wird nur noch gewartet, bis die Taste wieder losgelassen wurde. Bei "FINISH" wird nun auf eine weitere Benutzeraktion gewartet. Damit die Aufzeichnung wieder startet, muss entweder erneut die Taste gedrückt werden oder die Speicherkarte entnommen werden.

FIN_KEY:
   if (KEYS & 1) = 1 then
      goto FIN_KEY
   end if

FINISH:
   put -202, #0
   let x = lof(0)
   if (x = 0) or ((KEYS & 1) = 1) then
      goto BEGIN
   else
      goto FINISH
   end if

Zum Schluss nur noch ein Goto zum Anfang - eigentlich nicht nötig, aber zur Sicherheit. Das "' +++" dient lediglich dazu, dass wenn die Datei über die Datenschnittstelle hochgeladen wird, wird damit das Ende angezeigt. "+++" ist dabei die - veränderbare - Stopsequenz.

goto BEGIN

' +++